FR 25. SEP, 19:30 UHR

Tanz in seinen vielen Gestalten
Tanz in seinen vielen Gestalten ist hier das verbindende Thema: von der salonhaften Aufforderung zum Tanz (im 200. Todesjahr Carl Maria von Webers) in orchestrierter Form bis zu Erwin Schulhoffs „Hot“-Suite, die Jazz- und Tanzrhythmen in ein sinfonisches Vokabular überträgt. Die Posaune von Kris Garfitt bringt hier sowohl lyrische als auch perkussive Qualitäten zur Geltung — vom eleganten Concertino bis zur jazzig-swingenden Suite. Weber/ Berlioz eröffnen den Abend mit einer klassischen Tanzidee, Schulhoff bringt die ekstatische, „heiße“ Energie des frühen Jazz ins Konzert, und Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 8 schließt mit heiterer, volksnaher Lebensfreude: Böhmische Tänze und melodische Genialität, die ins Herz gehen. Ein Programm für all jene, die die körperliche Kraft der Musik, Rhythmuslust und die Verwandlung von Tanz in Orchesterkunst erleben möchten.
Mehr zum Konzert:
DER SOLIST DES ABENDS
Kris Garfitt
Kris Garfitt ist Solo Posaunist im WDR Sinfonieorchester, Erster Preisträger beim Internationalen ARD Musikwettbewerb 2022 und Goldmedaillengewinner der 2019 Royal Overseas League Music Competition in London und „Courtois Performing Artist“.
In vielen Wettbewerben gewann er den ersten Preis – in der 2022 International Soloist Competition Grenchen, 2019 Jeju International Music Competition, 2018 International Tenor and Bass Trombone Competition in Budapest, der 2018 International Juozas Pakalnis Competition of Wind and Percussion Instruments in Vilnius und auch beim 2019 Internationalen IPV Solo-Wettbewerb für Posaune in Deutschland. Beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD gewann Garfitt nicht nur den ersten Preis, sondern auch den „Publikumspreis“ und mehrere „Sonderpreise“.
2015 absolvierte er mit Auszeichnung sein Studium an der Guildhall School of Music and Drama in London. Während seines Studiums in England gehörten Eric Crees, Peter Gane und Christopher Houlding zu seinen Lehrern. Weiterhin studierte er bei Fabrice Millischer an der Hochschule für Musik in Freiburg sowie bei Guilhem Kusnierek an der Hochschule für Musik Saar.
Von 2016 bis 2020 war Garfitt Wechselposaunist bei der Deutschen Radio Philharmonie. 2021 trat er seine Stelle im WDR Sinfonieorchester Köln als Solo-Posaunist an. Neben seiner festen Tätigkeit spielte Kris Garfitt als Gast-Soloposaunist mit zahlreichen Spitzenorchestern wie z.B. dem Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Seine solistische Tätigkeit nimmt zunehmend einen großen Teil seines künstlerischen Schaffens ein. Als Konzertsolist gastierte Kris Garfitt u.a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Münchner Kammerorchester. Im 2023/2024 hat Kris Garfitt u.a. Einladungen der WDR Sinfonieorchester, der DSO Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, der Hamburger Camerata, der Hofer Symphoniker, der Philharmonie Südwestfalen, der Göttingen Sinfonieorchester, der Bergische Symphoniker, Vogtland Philharmonie, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, sowie von Orchestern in der Schweiz, Spanien, Österreich, Polen, Litauen etc.
Mit seiner koreanischen Duo-Partnerin Seri Dan interpretierte er in vielen gefeierten Recitals spannende Programme von Barock bis Moderne für Posaune und Klavier. Im Februar 2023 erschien die gemeinsame CD ‘Kaleidoscope’ mit Standardwerken sowie Entdeckungen.
Kris liegt auch die musikalische Bildung sehr am Herzen und ist Lehrer an der Universität der Künste Berlin, und ‘Visiting Professor of Trombone’ an der Royal College of Music in London.
Seit Wintersemester 2024 lehrt er als Professor für Posaune an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.
DER DIRIGENT DES ABENDS
Florian Csizmadia
Florian Csizmadia ist derzeit Generalmusikdirektor am Theater Vorpommern und Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Vorpommern in Stralsund und Greifswald. In dieser Funktion obliegen ihm die musikalische Leitung des Musiktheaters sowie die Konzeption und Durchführung einer Konzertsaison mit einer Serie von Philharmonischen Konzerten, Kammerkonzerten sowie zahlreichen Sonder-, Kinder- und Jugendkonzerten.
Am Theater Vorpommern dirigierte Florian Csizmadia unter anderem Donizettis Don Pasquale, Gounods Faust, Verdis Rigoletto, Trovatore, Traviata und Ballo in Maschera, Puccinis Tosca und Bohème, eine überregional beachtete Neuproduktion von André Previns Streetcar Named Desire, Brittens Midsummer Night’s Dream, Mozarts Idomeneo sowie aus dem barocken Repertoire Purcells Dido and Aeneas und Händels Alcina. In der Saison 2025/26 wird er Neuproduktionen von Bizets Carmen und Detlev Glanerts Oceane leiten.
Florian Csizmadia ist gleichermaßen im Konzertsaal zu Hause und dirigierte in den vergangenen Jahren ein breites Werkspektrum vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Schwerpunkte seines Repertoires sind die Werke der austro-germanischen Tradition, Musik britischer Komponisten, darunter besonders das Schaffen von Edward Elgar, für das sich Florian Csizmadia regelmäßig einsetzt, sowie die Sinfonik von Jean Sibelius. 2018 dirigierte er im Rahmen eines internationalen Kooperationsprojekts eine Aufführungsserie von Benjamin Brittens War Requiem, mit Konzerten in Greifswald, Stettin (Polen), Klaipėda (Litauen) und im Berliner Dom. Mit diesem Projekt wurde das Philharmonische Orchester Vorpommern in das Förderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ aufgenommen. 2022 folgte eine Aufführungsserie des Requiems von Verdis.
Von 2022 bis 2024 dirigierte Florian Csizmadia im Rahmen eines Sibelius-Zyklus alle sieben Sinfonien, das Violinkonzert sowie zahlreiche weitere Orchesterwerke; die Konzerte wurden durch eine von ihm initiierte und mitkonzipierte interdisziplinäre Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit dem Alfried Krupp Wissenschaftskolleg und der Universität Greifswald ergänzt.
Florian Csizmadias Aufführungen basieren in der Regel auf gründlichem Quellenstudium und schließen Aspekte der Historisch Informierten Aufführungspraxis ein.
Vor seiner Tätigkeit am Theater Vorpommern war Florian Csizmadia Erster Kapellmeister am Staatstheater Mainz. Er begann seine berufliche Laufbahn als Chordirektor und Dirigent an der Hamburgischen Staatsoper, wo er mit zahlreichen bedeutenden Dirigenten zusammenarbeitete.
Florian Csizmadia wurde 1976 in Mannheim geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik in Dresden Dirigieren bei Prof. Christian Kluttig und Klavier, an der Universität Hamburg promovierte er in Historischer Musikwissenschaft. Über seine dirigentische Tätigkeit hinaus ist Florian Csizmadia intensiv an musikwissenschaftlichen Fragen interessiert und publiziert regelmäßig in Fachzeitschriften und Büchern.







