FR 24. APR, 19:30 UHR
Zeitreisegespräch
Ein musikalisches Gespräch: Stimmen, Generationen und Richtungen treten in Austausch. Robert Schumanns dramatische Manfred-Ouvertüre öffnet mit einem leidenschaftlichen, erzählerischen Gestus — wuchtig, programmatisch, voller Konflikt. Clara Schumanns Klavierkonzert, ein frühes, aber hochpersönliches Werk, antwortet mit empfindsamer Lyrik und kammermusikalischer Feinheit; hier stehen Pianistin Nina Scheidmantel und Orchester in engem, dialogischem Austausch. Ergänzt wird das Trio durch Beethovens 2. Sinfonie, die noch dem klassisch-stürmischen Idiom verpflichtet ist und zugleich den Blick auf kommende Entwicklungen richtet. Zusammen entsteht eine Art Zeitreisegespräch: Robert und Clara, die aneinander anknüpfen, Beethoven als musikalisches Vorbild, dessen Impulse weiterwirken. Der Abend zeigt, wie Komponist:innen aufeinander reagieren, voneinander lernen und die musikalische Sprache weiterentwickeln.
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Mehr InformationenDIE SOLISTIN DES ABENDS
Nina Scheidmantel
,,Nina Scheidmantel überzeugte mit glänzender, überlegener Technik, sensiblem Anschlag und wuchtigen Akkordpassagen.” – Sergej Rachmaninoff – 3. Klavierkonzert Op. 30 – Neue Presse Coburg
Schon früh entdeckte Nina Scheidmantel ihre große Liebe zur Musik. Die junge Pianistin mit deutschchinesischen Wurzeln gab ihren Debüt-Soloabend bereits mit zehn Jahren. Unzähligen Einladungen gefolgt konzertierte sie in Deutschland, in Belgien, in der Ukraine und in China. 2016 präsentierte Nina sich zum ersten Mal mit einem Klavier Recital in der Carnegie Hall in New York.
Im selben Jahr absolvierte sie eine vielumjubelte Konzerttournee durch China mit dem Abschlusskonzert in der Zhongshang Concert Hall in Peking. Sie gastierte als Solistin u.a. mit dem Jugend Sinfonie Orchester Lettland, dem Philharmonischen Orchester Coburg, dem Pekinger Sinfonie Orchester, dem Symphonie Orchester der Bad Reichenhaller Philharmonie und dem Sinfonie Orchester der Uni Regensburg unter der Leitung von den Dirigenten Arn Goerke, Roland Kluttig und Christian Simonis.
Neben dem Solistischen widmet sich die junge Künstlerin auch der Kammermusik. Sie konzertierte unter anderem im Rahmen des Jahreskulturprogrammes in Bad Kissingen oder bei der Louis Spohr Stiftung in Kassel.
Auf Einladung nahm sie am internationalen Kammermusikfestival Pablo Casals in Prades teil und arbeitete dort mit dem Artis Quartett und dem Shanghai Quartett. Im Januar 2015 wurde sie mit ihrer Duopartnerin Samira Spiegel in das Förderprogramm „Live Music Now“ Franken e.V. der Yehudi Menuhin Stiftung aufgenommen. 2019 gewann das Duo den Förderpreis des Fischer- Flach Preises.
Nina war mehrmals Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ sowohl solistisch als auch in der Kammermusik. Sie wurde aufgrund von außergewöhnlicher Begabung von der Hanns- Seidel-Stiftung gefördert, außerdem ist sie Stipendiatin des Richard Wagner Verbandes Coburg e.V. 2012 im Jahr und der Deutschen Johann-Strauß-Gesellschaft e.V.. 2021 erhielt sie ein Stipendium des Deutschen Musikrats im Rahmen von „Neutstart Kultur“, sowie eine Förderung der Carl- Bechstein-Stiftung. Nina nahm ab dem 6. Lebensjahr Klavierunterricht bei Prof. Alla Schatz und wechselte ab ihrem 15. Lebensjahr als Jungstudentin an die Hochschule für Musik in Würzburg in die Frühförderklasse bei Prof. Silke-Thora Matthies.
Hier setzte sie anschließend ihr Vollzeit Klavierstudium im Bachelor und Master fort.
2017 studierte sie ein Jahr an der Franz Liszt Akademie in Budapest bei Attila Némethy und Jenő Jandó. Immer wieder sammelte sie außerdem bei Meisterkursen mit renommierten Pianisten wie Bernd Glemser, Silke Avenhaus, Martin Stadtfeld, Boris Berman, Lázló Borbély, und Lang Lang weitere musikalische Eindrücke.
Im November 2021 nahm sie einen Lehrauftrag für Hauptfach Klavier an der HfM Würzburg an.
2022 absolvierte sie in der Klasse von Prof. Ana Mirabela Dina ihr Konzertexamen mit der höchsten Auszeichnung „Summa cum laude“.
DER DIRIGENT DES ABENDS
Claudio Novati
Claudio Novati, der für sein klares, gleichwohl feines und wirkungsvolles Dirigat sowie seine detaillierte musikalische Vorbereitung gelobt wird, hat sich bereits als einer der aufstrebenden Dirigenten seiner Generation etabliert.
Der aus Como in Italien stammende Dirigent ist derzeit als erster Kapellmeister am Landestheater Detmold engagiert. Davor sammelte er vielfältige und wertvolle Erfahrungen an den Opernhäusern in Linz, Heidelberg und Hof sowie als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik „Franz Liszt” in Weimar. Er arbeitete außerdem als Assistent und Continuo-Spieler
mit Ton Koopman, Helmuth Rilling, Christina Pluhar, Konrad Junghänel und Gotthold Schwarz zusammen.
Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe (u.a. German Conducting Award 2023, Concorso Forcolin 2023, MDR-Dirigierwettbewerb 2019) und wurde 2019 für seine
akademischen Erfolge mit dem DAAD-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde der tiefgründige Musiker von 2019 bis 2023 durch das
Dirigentenforum des Deutschen Musikrats gefördert und hat sich im Jahr 2021 mit der Aufnahme in die Künstlerliste „Maestros von Morgen“ seinen Platz an der Spitze der neuen
Dirigentengeneration gesichert. Von 2013 bis 2019 war er Stipendiat der Musikerförderung des Cusanuswerks.
Novati genießt einen stetig wachsenden Ruf für seine stilistische Vielfältigkeit, sowohl im symphonischen als auch im Opernbereich und musiziert mit renommierten Orchestern wie dem
MDR-Sinfonieorchester Leipzig, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Bruckner Orchester Linz, dem Gürzenich-Orchester Köln, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, dem
Sinfonieorchester Wuppertal, dem Philharmonischen Orchester Heidelberg, den Nürnberger Symphonikern, der Jenaer Philharmonie, den Hofer Symphonikern, der Elbland Philharmonie
Sachsen, der Philharmonie Südwestfalen, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der Camerata musicale Prato, dem Karlovarský symfonický orchestr und der Filharmonie
Hradec Králové.
Der vielseitige Künstler studierte Dirigieren (Abschluss „mit Auszeichnung“), Orgel, Kirchenmusik, Chorleitung und Komposition an der Hochschule für Musik Weimar sowie dem
staatlichen Musikkonservatorium seiner Heimatstadt Como bei Prof. Nicolás Pasquet, Prof. Ekhart Wycik, Prof. Michael Kapsner und Prof. Enrico Viccardi. Sein Repertoire umfasst alle Stilepochen, mit besonderem Schwerpunkt auf die Musik Johann Sebastian Bachs und die italienische Oper des 18. und 19. Jahrhunderts.







